Westdeutschland/Die Redaktion. „Es gibt so viel Licht in der Welt, dass wir es nicht alle empfangen könnten, wenn wir nicht stille würden“ (von Rainer Maria Rilke). Dieses Zitat erinnert daran, wie wichtig es ist, in der besinnlichen Zeit innezuhalten, um das Licht und die Wärme des Advents wirklich wahrzunehmen. Mit dem Gedanken "innezuhalten" wollen wir - die Redaktion - euch in diesem Jahr eine besinnliche, aber auch fröhliche Adventszeit wünschen.
Liebe alleinlebenden Glaubensgeschwister in der Gebietskirche Westdeutschland, liebe Singles,
die Adventszeit, jene besonderen Wochen vor Weihnachten, ist eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung. Das Wort „Advent“ stammt vom lateinischen adventus, was „Ankunft“ bedeutet. Es erinnert uns daran, dass wir uns auf die Ankunft Jesu Christi, des Sohnes Gottes, vorbereiten – sowohl auf sein Kommen in diese Welt vor über 2000 Jahren als auch auf seine Wiederkunft am Ende der Zeiten.
In der Adventszeit tauchen wir ein in das Geheimnis der Erwartung. Es ist eine Erwartung voller Hoffnung, die an die Verheißungen Gottes gebunden ist. Schon die Propheten des Alten Testaments kündigten den Messias an, den Retter, der kommen würde, um die Menschheit aus der Dunkelheit zu führen. Jesaja sprach von einem Kind, das geboren werden sollte, einem Sohn, auf dessen Schultern die Herrschaft liegt. Er sollte „Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst“ genannt werden (Jesaja 9,6).
Diese Zeit der Vorbereitung lädt uns ein, innezuhalten und unser Herz zu öffnen. Advent ist nicht nur eine äußere, sondern auch eine innere Reise. Die Kerzen am Adventskranz, die Woche für Woche angezündet werden, symbolisieren das wachsende Licht, das in unsere Welt und in unsere Herzen kommt – ein Licht, das die Dunkelheit vertreibt.
In der Geburt Jesu erfüllt sich die Verheißung Gottes. Das kleine Kind in der Krippe von Bethlehem ist nicht nur ein menschliches Kind, sondern der Sohn Gottes, der Retter der Welt. Seine Geburt ist ein Zeichen unermesslicher Liebe. Gott wird Mensch, um uns nahe zu sein, um uns zu erlösen und mit ihm zu versöhnen. Die Engel verkündeten es den Hirten: „Euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr“ (Lukas 2,11).
Doch der Advent erinnert uns auch an das zweite Kommen Christi, das wir in Glauben und Hoffnung erwarten. So wie das Volk Israel einst auf die Ankunft des Messias wartete, so warten auch wir darauf, dass Christus in Herrlichkeit wiederkommt, um sein Friedensreich aufzubauen und Gerechtigkeit und Frieden zu bringen.
In dieser Zeit des Wartens sind wir eingeladen, uns selbst vorzubereiten – durch Gebet, Besinnung und Werke der Nächstenliebe. Advent heißt, die Botschaft von Gottes Liebe und Versöhnung in unser eigenes Leben hineinzulassen und sie weiterzugeben.
Möge die Adventszeit eine Zeit sein, in der wir den tiefen Frieden Gottes spüren, die Hoffnung erneuern und uns mit Freude auf die Ankunft unseres Herrn vorbereiten. Denn in Christus ist Gott selbst zu uns gekommen – als Licht, als Retter, als unendliche Liebe.
29. November 2024
Text:
Redaktion
Fotos:
Bilderarchiv NAK-Singles Westdeutschland
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